LPMD

Notfall-Augen-Spülung zur Verhinderung oder Stoppung von Verätzungen und Reizungen

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Bedarfsanalyse und Beratung für Augen- und Haut-Dekontaminationslösungen am Arbeitsplatz
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Die Notfallspülung Diphotérine® stoppt die Wirkung aggressiver Gefahrstoffe und vermindert oder verhindert so Verätzungen und Reizungen nach einem Kontakt mit:

  • Säuren
  • Basen
  • Oxidationsmitteln
  • Reduktionsmitteln
  • Chelatbildnern

Die Liste der getesteten Gefahrstoffe und das Sicherheitsdatenblatt von Diphotérine® finden Sie als Download.

Die Diphotérine® Spüllösung ist eine aktive, amphotere und hypertone Spülung der Medizinklasse IIa und darf auf geschädigter Haut und Augen angewendet werden. Im Gegensatz zu passiven Spüllösungen (z.B. Wasser, NaCl), kann Diphotérine® den Gefahrstoff aus dem Gewebe lösen und inaktivieren. Die Anwendung ist unbedenklich, da Diphotérine® nicht reizend, nicht sensibilisierend und phosphatfrei ist.

  • Anwendungsgebiet: Augen
  • Anwendungszeitpunkt: Beginn der Spülung innerhalb der ersten Minute nach Kontakt mit dem Gefahrstoff
  • Einsatzbereich: als Bestandteil einer Wandstation oder einem anderen Behältnis
  • Tragbare Augenspülflasche inkl. speziell patentierter Augenbadewanne, damit sich das Auge während der Anwendung nicht schliesst
  • Ergonomisch durchdacht und einfache Anwendung
  • Inhalt: 500 ml

Ein eindeutiges Anwendungsprotokoll erleichtert ihnen die Unterweisung ihrer Mitarbeiter.

Gerne schulen wir Sie für einen sicheren Umgang mit chemischen Risiken. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

LPMD
Verletzungsart
Augenverletzung, Verätzung
Produkte nach Branche
Betriebssanität, Chemie-/Pharmabereich, Metallindustrie/Herstellung, Taktische Medizin, Rettungsdienst, Spitäler, Baustellen, Einzel-/Grosshandel, Hotels/Gastronomie, Lebensmittelbetriebe, Samariter, Schwimmbäder/Spa, Werkstätten
Inhalt
500 ml
Hersteller
Prevor

DE: SDB_Diphoterine deutsch Download (3.6M)

DE: Gefahrstoffe deutsch Download (282.3k)

DE: Entscheidung deutsch Download (83.89k)

    Was ist Diphotérine®?

    Diphotérine® ist eine Erste-Hilfe-Spüllösung zur Behandlung von Chemikalienspritzern auf der Haut und in den Augen. Sie ist polyvalent, hypertonisch, phosphatfrei und ein amphoterer Chelatbildner. Diphotérine® ist eine sterile, wässrige Spüllösung. Wenn Diphotérine® während der ersten Minute(1) nach Kontakt mit einem Gefahrstoff angewendet wird, verhindert oder minimiert es das Auftreten von Verletzungen und damit das Risiko von Folgeschäden.

    (1)Ausnahme: das Produkt LIS (50 ml Augenspülung), die kleinste Dosierung von Diphotérine®, muss innerhalb von 10 Sekunden angewendet werden.


    Warum sollen Chemikalienspritzer gespült werden?

    Ätzende und reizende Stoffe reagieren mit den biologischen Verbindungen der Haut oder des Auges. Dies kann zu sehr schlimmen Schädigungen führen.

    Im Fall eines Haut- oder Augenkontakts mit einem ätzenden oder reizenden Gefahrstoff ist es dringend angezeigt, die Reaktion auf und im Gewebe einzugrenzen. Der Gefahrstoff reagiert so lange auf das Gewebe wie er in Kontakt mit ihm ist und keine Erste-Hilfe-Massnahme diese Aggressivität stoppt.

    Um wirkungsvoll zu dekontaminieren, müssen die Kontaktdauer und die Reaktion des Gefahrstoffs auf das Gewebe eingegrenzt werden. Hierzu muss man:

    • den Gefahrstoff von der Oberfläche der Haut oder des Auges entfernen
    • das Eindringen des Gefahrstoffs in das Innere des Gewebes stoppen und den bereits eingedrungenen Gefahrstoff aus dem Gewebe lösen
    • das ätzende oder reizende Potenzial des Gefahrstoffs senken

    Welche sind die Vorteile und die Grenzen einer Spülung mit Wasser?

    «Gründlich mit Wasser spülen» – diese Empfehlung zur Dekontamination nach einem Gefahrstoffkontakt ist historisch und immer noch weit verbreitet. Wasser ist die erste Lösung zur Notdekontamination nach Gefahrstoffkontakt, die bekannt ist.

    Vorteile von Wasser:
    Verfügbarkeit und Vielseitigkeit: der Zugang zu Wasser ist in der Regel einfach und es ermöglicht eine Vielzahl an Chemikalien ohne Nebenwirkungen zu spülen.
    Mechanische Wirkung: Wasser entfernt eine grosse Menge des Gefahrstoffs von der Oberfläche der Haut oder des Auges. Dieser mechanische Effekt ist der Hauptvorteil einer Spülung mit Wasser.

    Grenzen von Wasser:
    Wasser begünstigt das Eindringen des Gefahrstoffs in das Gewebeinnere: Wasser hat, im Vergleich zur Haut und zum Auge, einen geringeren osmotischen Druck. Ein Teil des zur Spülung genutzten Wassers wird in das Innere des Gewebes eindringen und einen Teil des Gefahrstoffs mitnehmen. Dieser wird im Gewebe reagieren und Schädigungen und Verätzungen verursachen. Man spricht vom «Wash-In Effekt».
    Das Spülen mit Wasser hat keine Wirkung auf den Gefahrstoff, der bereits in das Gewebe eingedrungen ist: die eingedrungene Menge kann nun ungehindert auf seine biologische Angriffsfläche wirken und Verätzungen verursachen. Das physiologische Gleichgewicht wird zerstört, die Spülung mit Wasser kann nicht dazu beitragen, zu einem ungefährlichen pH-Wert zurückzukehren. Eine Säure, die in die Haut eingedrungen ist, senkt den pH-Wert des kontaminierten Gewebes.
    Wasser hat keine chemische Wirkung auf die Reaktivität des Gefahrstoffs: die Gefahr einer Chemikalie nimmt durch das Spülen mit Wasser nicht ab.
    Die Interventionszeit für eine Spülung mit Wasser ist sehr kurz: das American National Standard Institute (ANSI) empfiehlt den Beginn einer Spülung innerhalb von 10 Sekunden nach dem Gefahrstoffkontakt mit dem Auge oder der Haut.
    Wasser-Notduschen bergen potenzielle Risiken: sie sind sehr wartungs- und kostenintensiv. Bei Duschen, welche nicht regelmässig gewartet und durchgespült werden, ist das verwendete Wasser oft rostig/verkeimt und birgt so ein zusätzliches Risiko für das verätzte Gewebe. Ausserdem sind Notduschen in der Regel nicht beheizt und das Spülen kann zu einer Hypothermie des Opfers führen.


    Wie wirkt Diphotérine®?

    Diphotérine® ist ein Chelatbildner mit 6 Aktivstellen und reagiert dank seiner amphoteren Eigenschaften mit entgegengesetzten chemischen Verbindungen wie Säuren/Basen, Oxidationsmitteln/Reduktionsmitteln usw. Seine Hypertonizität (hoher osmotischer Wert) stoppt das Eindringen der Chemikalie. Die bereits eingedrungene Chemikalie wird aus dem Gewebe gelöst.


    Welche Vorteile hat Diphotérine®?

    Diphotérine® ist polyvalent. Dadurch wirkt es bei einer breiten Palette von Chemikalien/Chemikalienarten (mehr als 1500 wurden in Vitro und mittels Sicherheitsdatenblättern getestet), u.a. bei Säuren, Basen, Oxidationsmitteln, Reduktionsmitteln, irritierenden Stoffen, Lösungsmitteln und Tränengas. Diphotérine® wirkt dank seinem mechanischen Abspüleffekt, der Hypertonie gegenüber Blut und Tränenflüssigkeit und der absorbierenden Eigenschaften. Daher ist Diphotérine® die logische Wahl, auch wenn es darum geht, Spritzer unbekannter Chemikalien zu dekontaminieren. Wenn es sich um Flusssäure (HF) handelt, wird die Hexafluorine®-Spüllösung eingesetzt.


    Wie sollten Diphotérine® und Hexafluorine® angewendet werden? Muss der komplette Inhalt verwendet werden?

    Für die optimale Wirksamkeit muss Diphotérine® oder Hexafluorine® so schnell wie möglich (innerhalb der 1. Minute(1) nach der Kontamination) eingesetzt werden.

    Bereits bei Beginn der Spülung mit Diphotérine® oder Hexafluorine® kommt es zu einem Nachlassen des Schmerzes. Bei Kontakt mit Chemikalien im Notfall ist jedoch nicht immer klar, um welche Chemikalie es sich handelt. Der Betroffene hat möglicherweise Kontakt mit einem Gefahrstoff gehabt, dessen Stoffgruppe unklar oder dessen Konzentration nicht bekannt ist. Deshalb und da der Erfolg der abgeschlossenen Dekontamination nicht sichtbar ist, gilt ein einfaches Anwendungsprotokoll für alle Fälle. Darin wird der Verwender aufgefordert, den ganzen Inhalt innert der angegebenen Interventionszeit zu verwenden. Damit werden unzureichende Spülungen verhindert und ebenso teilentleerte, unsterile Verpackungseinheiten, welche einem zukünftigen Opfer bei der Dekontamination zum Verhängnis werden können.

    (1)Ausnahme: das Produkt LIS (50 ml Augenspülung), die kleinste Dosierung von Diphotérine®, muss innerhalb von 10 Sekunden angewendet werden.

    Die Notfallbehandlung erfordert:

    • Das Entkleiden der Person. Sollte die Kleidung von dem ätzenden oder reizenden Gefahrstoff durchnässt sein, kann dieser bei Hautkontakt noch weiter reagieren.
    • Ausgiebiges Spülen. Das mechanische Abspülen des Gefahrstoffs von der Körperoberfläche ermöglicht ihn zu verdünnen um ihn weniger aggressiv zu machen.

    Schnelles und gründliches Spülen ermöglicht eine effektive Dekontamination des Gewebes nach einem chemischen Kontakt.


    Welche Ausbildung braucht man, um Diphotérine® und Hexafluorine® anwenden zu können?

    Um die Produkte zu beziehen, respektive anzuwenden, braucht es keine medizinische Ausbildung. Wichtig ist, dass man im Augenblick des Unfalls die richtige Reaktion zeigt und Diphotérine® oder Hexafluorine® sofort und korrekt benutzt, ohne vorher noch mit anderen, weniger oder nicht wirksamen Massnahmen Zeit zu verlieren. Aus diesem Grund wird eine Anwenderschulung vorausgesetzt.


    Ist Diphotérine® toxisch, irritierend oder sensibilisierend?

    Diphotérine® ist weder sensibilisierend, noch reizend oder toxisch (LD50 > 2000 mg/kg oral/über die Haut akut, bei Tierversuchen ermittelt). Bei der Verwendung durch Menschen am Arbeitsplatz gibt es keine Hinweise auf Toxizität. Dazu wurden vom Hersteller pharmakologische Tests durchgeführt. Es wurde keine erbgutverändernde Wirkung beim Ames- Mutagenitäts-Test festgestellt.


    Wo liegen die Grenzen von Diphotérine®?

    1. Ist Diphotérine® bei jeder Art von Chemikalie wirksam?
    Diphotérine® hat eine begrenzte Wirksamkeit auf Flusssäure (HF) und ihre Derivate. Gegen diese Chemikalien wirkt Hexafluorine®. Es wird empfohlen, Diphotérine® nicht zur Dekontaminierung von weissem Phosphor zu verwenden.

    2. Wirkt es bei einer verspäteten Spülung genauso wie beim Einsatz während der 1. Minute?
    Die Spülung mit Diphotérine® ist am wirkungsvollsten, wenn sie so schnell wie möglich (während der 1. Minute(1)) nach der Kontamination mit Chemikalien im Auge oder auf der Haut eingesetzt wird. Je länger die Spülung mit Diphotérine® herausgezögert wird, desto geringer ist die Chance, dadurch die Verätzung zu verhindern oder in ihrer Schwere zu minimieren. Eine verspätete Spülung mit Diphotérine® kann die Reaktion der Chemikalie stoppen und dank der hypertonen Eigenschaft bereits eingedrungene Chemikalien aus dem Gewebe lösen. Die Verätzung kann bei einer verspäteten Spülung evtl. nicht verhindert werden, aber der Heilungsprozess kann in Zusammenhang mit weiteren, spezifischen Behandlungen gefördert werden. Wenn die der Chemikalie ausgesetzten Zellen im Auge oder in der Haut bereits zerstört sind, hat Diphotérine ® keine Wirkung mehr.

    (1)Ausnahme: das Produkt LIS (50 ml Augenspülung), die kleinste Dosierung von Diphotérine®, muss innerhalb von 10 Sekunden angewendet werden.


    Welche alternativen Produkte zu Diphotérine® gibt es auf dem Markt?

    Es gibt heute kein Produkt auf dem Markt, welches gleichzeitig folgende Eigenschaften aufweist:

    • Wirkt aktiv auf Lösungsmitteln, Reduktionsmitteln, Chelatbildnern und Oxidationsmitteln
    • Hyperton
    • Phosphatfrei, unbedenklich ohne Nebenwirkungen anwendbar
    • Medizinklasse IIa
    • Zugelassen für die Anwendung auf geschädigtem Gewebe (Haut, Augen, Schleimhäute)
    • Klares Anwendungsprotokoll
    • Norm DIN/EN15154 Teile 3 und 4
    • Wissenschaftlich nachgewiesene Wirksamkeit

    Ist es empfehlenswert vor der Spülung mit Diphotérine® oder Hexafluorine® Wasser oder Kochsalzlösung zur Dekontaminierung zu benutzen?

    Studien des INRS (Institut National de Recherche Scientifique, Paris) haben ergeben, dass eine Spülung mit Wasser vor der Spülung mit Diphotérine®/Hexafluorine® zu schlechteren Ergebnissen führt, als wenn nur Diphotérine®/Hexafluorine® eingesetzt wird. Der Grund dafür liegt in der Tatsache, dass eine erste Spülung mit Wasser oder Kochsalzlösung den Einsatz der aktiven Spüllösungen Diphotérine®/Hexafluorine® hinauszögert. Zudem wirken Wasser, NaCl usw. hypoton und die ins Gewebe vorgedrungene Chemikalie wird dadurch nicht gestoppt.


    Was passiert, wenn Diphotérine® und/oder Hexafluorine® eingesetzt wurde, ohne dass das betroffene Körperteil einem Chemikalienspritzer ausgesetzt war?

    Diphotérine® und Hexafluorine® sind nicht toxisch und nicht irritierend, es besteht kein Verletzungsrisiko.




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 Rezensionen
von am 29.05.2021 (Diphotérine® Augenspüllösung, 500 ml, Flasche):
(5/5

Ein Auge gerettet, Kosten gespart

Ich musste das Diphotérine gestern anwenden, da mir ein Natronlaugenspritzer ins Auge gelangt ist. Heute ist alles gut. Gut ums Auge herum, gibt es noch eine kleine Rötung, aber sonst gemäss Augenarzt alles tiptop